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Foto: ORF Landesstudio Salzburg

19. Juli 2023

Von Mozart bis Hightech

„Salzburg soll für Forschung, Technologie und Zukunft stehen“, so unser Geschäftsführer Walter Haas im Österreich Bild, das am 11. Juni auf ORF 2 ausgestrahlt wurde. In der vom Landesstudio Salzburg produzierten Sendung stand unser Innovations-Ökosystem im Fokus.

Viele assoziieren Salzburg mit Weltkulturerbe, Mozart, Hochkultur, Tourismus, Sport und Natur. Zugegeben, die genannten Dinge sind auch wirklich beeindruckend. Aber Salzburg ist so viel mehr: Hätten Sie gewusst, dass sich das kleine Bundesland seit einigen Jahren zum Hotspot für Forschung, Technologie und Innovation entwickelt hat? In Salzburg sind Weltmarktführer genauso wie Hidden Champions zuhause. Start-ups finden hier fruchtbaren Boden, gedeihen und werden später um viele Millionen verkauft. Sogar Firmen aus dem Silicon Valley haben sich wegen des großen Potenzials an Wissen hier angesiedelt. Oder auch in der Krebsforschung mischt Salzburg international ganz vorne mit.

Innovation als Wachstumstreiber

Salzburg setzt auf Forschung und Innovation als Fundament für die Zukunft. Das zahlt sich aus, denn wirtschaftlich gesehen geht es Salzburg gut – es zählt zu den Top 20 Regionen Europas. Auch beim pro Kopf Bruttoinlandsprodukt ist das Bundesland österreichweit auf Platz eins. „Ungefähr 28 Prozent des Wirtschaftswachstums kommen aus der Innovation“, weiß Walter Haas.

Ein paar dieser Wachstumstreiber werden in der ORF-Sendung vorgestellt – allesamt namhafte Salzburger Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie die Personen dahinter. Sie geben Einblicke darüber, warum der kleine Wirtschaftsstandort Salzburg so einige Vorzüge hat. Mit dabei sind:

Nicole Meisner-Kober von der Paris Lodron Universität Salzburg:
Die renommierte Forscherin wechselte nach fast 20-jähriger Tätigkeit in der globalen Pharmaindustrie an die Universität Salzburg. Hier leitet sie ein erfolgreiches Projekt (EV-TT) im Bereich der Wirkstoffforschung und -entwicklung. „Mich hat das Konzept der intelligenten Spezialisierung überzeugt. Also an einem kleinen Standort kritische Masse zu schaffen und sich festzulegen auf ein paar Themen, in denen man exzellente Forschung betreibt mit ausreichenden Ressourcen, um international kompetitiv zu sein“, sagt Nicole Meisner-Kober.

Dominik Engel, Geschäftsführer der FH Salzburg:
Die FH Salzburg ist in ständigem Austausch mit der Praxis. „Firmenpartner kommen zu uns mit ganz konkreten Fragestellungen, die wir dann am Stand des Wissens und der Technik bearbeiten und beforschen“, sagt Dominik Engel.

Stefan Huber, Leiter des Josef Ressel Zentrums für Intelligente und Sichere Industrieautomatisierung an der FH Salzburg:
Im nördlichen Teil des Bundeslands sind viele Industriebetriebe beheimatet. Besonders der Bereich der Industrieautomatisierung ist heiß umkämpft. Das Josef Ressel Zentrum für Intelligente und Sichere Industrieautomatisierung erforscht die Grundlagen für digitale Assistenten für Industriemaschinen, die die Maschinen durch künstliche Intelligenz autonomer machen. Das soll die Menschen, die die Maschinen bedienen, unterstützen und entlasten. Besonders in diesem Forschungsfeld ist die Zusammenarbeit mit Unternehmen essenziell. Kooperationspartner aus der Wirtschaft sind deswegen Copa-Data, B&R Industrial Automation und TMK (SIGMATEK).

Clemens Brunner und Fabian Knirsch von sproof:
Das Start-up ist aus der FH Salzburg hervorgegangen. Sproof hat ein Signaturentool entwickelt, mit dem man einfach und rechtsgültig, digital signieren kann. „Wir haben uns in der Forschung mit dem Thema beschäftigt, haben beide unsere Doktoratsstudien in Bereichen Privacy und Security und im weitesten Sinnen eben auch im digitalen Unterschreiben gemacht. Da ist die Idee für unser Start-up entstanden“, sagt Fabian Knirsch. Heute zählt das fünfjährige Jungunternehmen aus Puch 20 Mitarbeiter:innen. Auch hohe Investitionen hat man bereits an Land gezogen. Die Nähe zur FH hält man aber weiter absichtlich, so Clemens Brunner: „Wir haben unseren Standort im Wissenspark Urstein bewusst neben der Fachhochschule gewählt, um kurze Wege zu potenziellen neuen Mitarbeiter:innen zu haben“.

Martin Klässner von be.ENERGISED (Teil von ChargePoint, ehemals has.to.be.):
Das Radstadter Unternehmen stellt Abrechnungssoftware für E-Auto-Ladestationen her. Innerhalb kürzester Zeit ist es gelungen, Weltmarktführer zu werden, einen US-Konzern anzulocken und das Start-up um 250 Millionen Euro zu verkaufen. So viel wurde noch nie für ein Start-up in Österreich gezahlt.

Marianne Kusejko von SIGMATEK:
Gestartet hat der Weltmarktführer 1988 in der Garage mit einer gebrauchten Lötmaschine. Jahre später revolutionierte das Unternehmen die Industrieautomatisierung. „Es waren damals ein paar junge Leute, die die Vision hatten und den Mut, sich selbstständig zu machen“, sagt Geschäftsführerin Marianne Kusejko über die Gründungszeit. Heute entwickelt und produziert das Unternehmen Hard- und Software für große Industriemaschinen weltweit.

Josef Atzler, Felix Spira und Verena Fischer von Molecular Devices:
Das Unternehmen ist einer der weltweit führenden Anbieter von bioanalytischen Hochleistungssystemen, Software und Verbrauchsmaterialien für die biowissenschaftliche Forschung sowie die pharmazeutische und biotherapeutische Entwicklung. Im Oktober 2022 wurde das Organoid Innovation Center eröffnet, in dem mit neuesten Methoden der 3D-Biologie an im Labor gewachsenen Mini-Organen gearbeitet und geforscht wird. „Wir arbeiten mit Wirkstoffen im Bereich Gehirnmedizin, im Bereich Krebsmedizin, aber auch in der Verdauung. Bis jetzt macht man all das mit Mäusen und alten Krebszelllinien, die nichts mit dem aktuellen Krankheitsbild oder dem befallenen Organ zu tun haben“, so Geschäftsführer Josef Atzler. Dadurch ergeben sich besonders für die Medikamentenforschung große Chancen, da es Tierversuche obsolet machen könnte.

Diese Beispiele sind nur wenige von vielen die zeigen, dass Salzburg ein optimaler Standort für die Verwirklichung von Ideen ist. Mehr Informationen über den Wirtschaftsstandort Salzburg erfahren!

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