Grafik Sonnenaufgang petrol
Fotocredit

21. Februar 2022

Eine Revolution in der Kunststofftechnologie im Flachgau

In der Kreislaufwirtschaft ergibt der Umstieg von Plastik auf Papier keinen Sinn – das hat auch die Druckerei Renner erkannt und ein neues Produkt entwickelt. Das Unternehmen produziert Pflanzenetiketten und beliefert damit Gärtnereien, Baumarkt- und Lebensmittelketten und exportiert diese auch nach Deutschland und Italien.

Vorhandenes Material wiederverwenden

Den Einstieg in die Kreislaufwirtschaft hat das Unternehmen mit dem Projekt „Circular PP“ geschafft. Es wurde nach einer Lösung gesucht, die wirklich nachhaltig ist. „Wir wollten kein Greenwashing betreiben. Richtige Kreislaufwirtschaft ist nämlich mehr als ein Umstieg auf ein anderes Material wie Papier. Der Grundgedanke ist vielmehr die Wiederverwertung von bestehendem Material“, sagt Daniel Linzmayr, Geschäftsführer des Unternehmens.

Gemeinsam mit der Johannes-Kepler-Universität Linz wurde ein Kunststoff entwickelt, der aus 100 Prozent wiederverwertetem Material besteht. Die Kunststoffabfälle aus der Produktion von Druckprodukten werden dabei gesammelt, zerkleinert und zu Regranulat verarbeitet. Farben und Lacke werden eingebunden. Auch die Abfälle aus diesem Material können wiederverwertet und ohne Zugabe von neuem Material wiederverwendet werden. Es entsteht kein neuer Abfall und es kann damit 80 Prozent des CO2-Ausstoßes eingespart werden. Im Rahmen des Projekts wurde ein eigenes Zertifikat für Circular Print geschaffen. Für die Produktentwicklung hat Renner eine FFG-Basisförderung erhalten. Innovation Salzburg hat bei der Einreichung unterstützt.

Über Renner Print Media GmbH

  • Neumarkt am Wallersee
  • rund 50 Mitarbeiter:innen
  • druckt Pflanzenetiketten und fertigt Kunststoffe für den Druck

www.renner-print.at

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