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Foto: UNTHA shredding technology GmbH

25. Juni 2020

Alles im Blick mit den Sensoren in UNTHA-Maschinen

Digitalisierung passiert auf alle Fälle, ob mit oder ohne uns – so lautet ein Motto, das sich die Firma UNTHA zu Herzen genommen hat. Der Produzent von Zerkleinerungsmaschinen ist durch seine Digitalisierungsprojekte Innovationsführer in seiner Branche

Digitalisierung passiert auf alle Fälle, ob mit oder ohne uns – so lautet ein Motto, das sich die Firma UNTHA zu Herzen genommen hat. „Das wir in Digitalisierung investieren, ist der Zeit geschuldet“, sagt UNTHA-Geschäftsführer Alois Kitzberger. Das Kuchler Unternehmen ist durch seine Digitalisierungsprojekte Innovationsführer in seiner Branche.

UNTHA produziert Zerkleinerungsmaschinen. Der Maschinenbauer liefert seine Produkte in die ganze Welt und an Industriekund/innen aus zahlreichen Branchen. Die UNTHA-Maschinen schreddern nämlich alles Mögliche: neben der Abfall-, Akten- und Datenvernichtung wird Alt- und Restholz mit den Maschinen zerkleinert, Wertstoffe wie Metalle und Kunststoffe für das Recycling aufbereitet und Abfälle zu Ersatzbrennstoffen verarbeitet. UNTHA ist seit fünfzig Jahren erfolgreich am Markt mit einer Exportquote von rund 95 Prozent.

Digitalisierung auf allen Ebenen

Digitalisiert wird sowohl in der Administration als auch auf der Produktebene. Mit Beginn des Jahres 2020 wurde ein neues ERP-Programm eingeführt, mit dem viele Prozesse wie Rechnungseingang, -prüfung und -freigabe nun elektronisch passieren. Die internen Prozesse wurden durch das neue Programm schneller, effizienter und transparenter.

Aber auch bei den UNTHA-Produkten selbst zieht die Digitalisierung ein. Dafür wurde das Genius-Projekt gestartet, wo in einem ersten Schritt in der XR-Baureihe, die vorwiegend in der Abfall- und Metallaufbereitung eingesetzt wird, Sensoren eingebaut werden. Circa hundert verschiedene Prozesswerte werden durch diverse Sensoren, wie etwa Bewegungssensoren, den Kund:innen geliefert. Prozessdaten, wie die Kühlwasser-, Öl- und Motortemperatur werden genauso gemessen wie Energiekosten und Energieverbrauch, Wirkungsgrad und Stromqualität. Denn in nicht allen Ländern ist die Stromqualität so gut wie bei uns. Mangelhafte Netze können Schäden an den Maschinen verursachen. Bei Beschädigungen oder wenn Grenzwerte überschritten werden, wird eine automatische Alarmbenachrichtigung ausgesendet. Auch wenn eine Maschine gewartet werden muss, wird die Kundin oder der Kunde informiert. So kann rechtzeitig ein Wartungstermin mit dem UNTHA-Serviceteam vereinbart und Stillstandzeiten der Maschine reduziert werden.

MyUNTHA – die personalisierte Datenplattform

Welche Daten und wie diese übermittelt werden, ist je nach Anforderung flexibel. Die Geschäftsführung interessiert sich für andere Daten als die Schichtleitung. Im Webportal MyUNTHA können sie diese Einstellungen personalisieren und die Daten via App oder am Desktop empfangen.

Die Kund:innen haben auch vor dem Kauf schon die Wahl. Je nachdem wie viele Daten ihre Maschine liefern soll, können sie zwischen verschiedenen Paketen wählen: Starter, Advanced und Enterprise. Ein Großkonzern benötigt schließlich Daten in anderem Umfang als ein kleiner Produktionsbetrieb.

In Zukunft werden Sensoren auch in anderen Maschinenmodellen eingebaut. In der XR-Reihe sind Maschinen, die oft 24 Stunden am Tag laufen und bei denen ein Ausfall zu hohen Kosten führt. Eine Überwachung des Zustands der Maschine macht dort daher viel Sinn. Aber auch in anderen Zerkleinerungsmaschinen generiert die Datensammlung mittels Sensorik einen hohen Mehrwert.

UNTHA hat mit dem Einbau der Sensoren vor drei Jahren begonnen. Um dies im eigenen Haus umsetzen zu können, musste Know-how aufgebaut werden, da UNTHA schließlich aus dem klassischen Maschinenbau kommt. Mittlerweile kümmern sich zwei Mitarbeiter:innen um die messtechnischen Komponenten der Maschinen. Die Investition in Digitalisierung und Know-how hat sich ausgezahlt. „Wir sind noch ganz am Anfang und lernen selbst noch jeden Tag dazu. Die Industrie ist an unseren digitalisierten Maschinen aber sehr interessiert,“ so Alois Kitzberger.

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