
Produktionshallen, in denen Maschinen selbständig arbeiten und sich untereinander abstimmen. Fertigungsanlagen, die sich selbst warten, Logistiksysteme, die alles im Auge haben und Nachbestellungen automatisch abwickeln, Produkte, die mit den Maschinen, die sie produzieren, kommunizieren, und außerdem alles vernetzt mit Kunden und Zulieferern: fertig ist die intelligente Produktion in einer intelligenten Fabrik – auf den ersten Blick.
Im Kern geht es bei intelligenter Produktion darum, Anlagen und Geräte zu vernetzen, deren Daten zu Erfassen und so zu verarbeiten, dass vorausschauend Abläufe in der Produktion gewartet und optimiert werden können. Letztendlich soll eine Fabrik selbst Entscheidungen treffen und sich organisieren, die Produktion effizienter werden, einzelne Produkte ebenso rentabel hergestellt werden können wie in der Massenproduktion, Kosten gesenkt und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens gesteigert werden.
Auf Nummer sicher
Wenn die Produktion intelligent sein soll, dann müssen das auch die Daten sein, auf denen die automatisierte Produktion aufbaut, und dann muss von Beginn an auch eine intelligente (Daten-)Strategie vorliegen, welche umgesetzt werden kann. Hier spielt der „digitale Zwilling“ eine entscheidende Rolle, der die reale Welt mit der virtuellen verbindet. Auf dem Weg von der Fabrik zur Smart Factory empfiehlt sich das „Ausprobieren“ in einer Testfabrik.
So eine Testfabrik steht in Salzburg, nämlich das Smart Factory Lab, und dieses kann über den DIH-West von KMU genutzt werden. Das Smart Factory Lab funktioniert wie ein Labor für intelligente Produktion und fokussiert gemeinsam mit Unternehmen insbesondere auf die Themenbereiche Digitale Zwillinge, Kollaborative Robotik, Modulare Fertigung, Kommunikation und Echtzeit, Edge Computing und Cloud Computing sowie Security und Privacy innerhalb der Produktion.
In einer Zusammenstellung von klassischen und modernsten Produktionsmaschinen, die mit Sensorik und intelligenter Datenarchitektur und teilweise mit Cloud-Anwendungen verbunden sind, ist das Smart Factory Lab eine Spielwiese für Unternehmen. Zur Verfügung stehen neben Industrierobotern und einer Modellproduktion auch 3D-Druck und modulare Montageplätze zur Verfügung. So können Unternehmen im Smart Factory Lab einschätzen, welche Technologien sie wie einsetzen können. Nach gemeinsamer Analyse der eigenen Ist-Situation können wiederum gemeinsam Handlungsempfehlungen erarbeitet werden und ggf. in Projekten umgesetzt werden. Gerade auch bei Themen wie Security und Privacy (auch Schutz von IPR) können im Testumfeld Good Practices erlebbar gemacht werden und Hindernisse angesprochen werden.
Aller Anfang ist leicht
In der Praxis funktioniert diese Zusammenarbeit unkompliziert: In der Praxis kommen Firmen mit konkreten Problemen und erarbeiten gemeinsam mit den Expert:innen des Smart Factory Labs Lösungen. Ebenso können Firmen an Workshops teilnehmen, wie bestimmte Technologien, etwa ROS für mobile Roboter oder Edge Computing für digitale Zwillinge oder Kommunikation via OPC UA und dergleichen konkret im eigenen Unternehmen sinnvoll und gewinnbringend eingesetzt werden können. Das Smart Factory Lab ist dabei die Plattform, in der Projekte und Workshops und Experimente bis hin zu Pilotversuchen in einer modernen Infrastruktur umgesetzt werden können. Wie man das genau einfädelt: Anruf oder Mail an die FH Salzburg genügt. Leichten Zugang für KMU in Westösterreich zum Know-how und der Infrastruktur von Hochschulen & Forschungseinrichtungen bietet außerdem der Digital Innovation Hub West, bei dem die FH Salzburg ebenfalls mit an Bord ist.
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