
Digitale Sportgadgets sind im Alltag von Hobbysportlerinnen und -sportlern angekommen. Unter der Leitung der Salzburg Research Forschungsgesellschaft soll die emotionale Komponente des Sports erforscht werden, um mehr über das Nutzerverhalten von Laien zu erfahren. Das erklärte Ziel des interdisziplinären COMET-Projekts ist es, mehr Freude an der Bewegung durch eine verbesserte Nutzererfahrung zu schaffen. Die Devise: Nur wenn Sport Spaß macht, wird er in den eigenen Lifestyle integriert. Dabei zählen die Qualität der ausgeführten Bewegungen und die Passgenauigkeit der Sportausrüstung.
Mit Hilfe moderner Sensortechnologien entwickeln Industriebetriebe gemeinsam mit Forschungseinrichtungen smarte Lauf- und Ski-Ausrüstung. Das Projekt „Digital Motion in Sports, Fitness and Well-beeing“ startete im November 2018 und wird über eine Laufzeit von vier Jahren mit rund vier Millionen Euro Forschungsvolumen einerseits von beteiligten Unternehmen, andererseits von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG und vom Land Salzburg finanziert. Digital Motion baut auf dem vorhergehenden Projekt Sportsense auf, das gemeinsam mit der Universität Salzburg, adidas und Atomic durchgeführt wurde. Resultat ist unter anderem das Konzept eines smarten Schischuhs, dem „Hawx Ultra Connected“ von Atomic, der mit eingebauten Sensoren die Qualität der ausgeführten Schwünge des Nutzers misst. Ein Smart-Sports-Produkt, das für die Nutzerinnen und Nutzer mitdenkt, nicht nur die Quantität, sondern vor allem die Qualität der Bewegung erhebt und Feedback zu Balance, Druckkontrolle und Kantenführung gibt.
Starke Partner am Standort
Für die Projektleiterin Elisabeth Häusler von Salzburg Research gibt das Forschungsspektrum der digitalisierten Sportprodukte noch einiges her. „Wir stehen noch ziemlich am Anfang. Unsere Mission ist es, mehr Freude an der Bewegung zu erzielen. Im Fokus unseres aktuellen Projekts steht nun die Verknüpfung von Bewegungs- und Emotionsdaten. Wir wollen beispielsweise herausfinden, wie sich die Stimmung während des Sports verändert, warum jemand nicht weiterläuft oder sich nach der Mittagspause nicht mehr motivieren kann, auch am Nachmittag weiter Ski zu fahren.“ Diese subjektiven Parameter sollen objektiviert und messbar gemacht werden.
Dabei hilft die Kooperation mit dem Fachbereich Sportwissenschaft und dem Center für Human-Computer-Interaction der Universität Salzburg. Das Team um Thomas Stöggl, Leiter des Forschungsschwerpunkts „Sports Technology — Digital Sports“ der Sportwissenschaft, ermöglicht die Durchführung von Tests unter realen Bedingungen und die sportwissenschaftliche Interpretation der erhobenen Daten. „Sie sagen uns, wann und wie die Probandinnen und Probanden die Schwünge machen sollen; welche Modalitäten dafür passen.“ Projektpartner sind renommierte Betriebe der Branche wie adidas, Atomic, DE — Digital Elektronik, Hirsch, Suunto, das Red Bull Media House, Simpl Flow, Scio Technologies, Bärenhof, Intersport Bründl, Schladming Dachstein und EPFL oder ABIOS.
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