
Das Pongauer Unternehmen beschäftigt sich mit dem Abbau von Rohstoffen wie Beton, Sand, Kies oder Steinen. In den letzten 15 Jahren hat man sich immer intensiver mit Recycling und der Rückgewinnung von Rohstoffen beschäftigt. „Wir machen Rohstoffabbau und nehmen diese Baustoffe dann auch wieder zurück. Sie werden recycelt und dadurch entstehen wieder neue Baustoffe“, sagt Geschäftsführer Christian Ehrensberger über sein Unternehmen.
Ressourcenschonende Wertschöpfungskette
Kies ist der Ausgangsstoff für Transportbeton und Asphalt-Mischgut. Der Rohkies muss gewaschen und sortiert werden. Dabei werden Feinstkörnungen entfernt, auch Feinsand und feiner Boden (Schluff). Diese Materialien sind aber wertvoll und können vielfach eingesetzt werden, weiß Christian Ehrensberger: „Man kann sie zum Beispiel in Kombination mit anderen Mineralien als Dünger verwenden oder Gesteinsmehle für Blumenerden daraus herstellen. Es ist auch möglich, Sand und Schluffanteile für Spezialbetone oder Zement beizumischen.“
Derzeit legt man zur Ablagerung von dem unerwünschten Feinstmaterial Schlammteiche an. „Wir haben heute aber nicht mehr diese riesigen Flächen zur Verfügung, dass wir einen Schlammteich nach dem anderen anlegen können. Deswegen ist es auch sinnvoll, dass man den Rohstoff anders weiterverwendet“, sagt Ehrensberger. Früher wurde der feine Rohstoff deponiert. „Mit unserem Projekt wollen wir eine ressourcenschonende Wertschöpfungskette herstellen, bei der das Recycling bereits im ersten Schritt – schon beim Abbau – geschieht. So können wir das gesamte Material verwenden“, so der Baustoffprofi weiter.
Umfassende Unterstützung
Gefördert wurde das Projekt zur maschinellen Rückgewinnung von Feinstschlamm und Feinstkies durch ein FFG Kleinprojekt. Unterstützt wurde Christian Ehrensberger vom Team unseres Servicecenter Innovation durch die Strukturierung des Projekts, die Erstellung der Förderstrategie und die Einreichung des Förderantrags. Außerdem wurde durch Werner Balika der Zugang zur Universität und FH Salzburg hergestellt. „Über Innovation Salzburg bekommt man als Unternehmen niederschwelligen Zugang zu den Hochschulen und den richtigen Ansprechpersonen. Das ist etwas, das ich so noch nicht gekannt habe und das früher immer schwierig war, den Kontakt herzustellen“, berichtet Ehrensberger. Das Unternehmen arbeitet im Projekt mit Geolog:innen der Universität Salzburg zusammen. Und man habe auch einen guten Draht zur FH Salzburg aufgebaut. „Bei der Entwicklung jeglicher Innovation finde ich es wichtig, dass Unternehmen und Hochschulen an einem Strang ziehen. Und das wird über Innovation Salzburg erleichtert.“
Über die Christian Ehrensberger GmbH
- Hauptsitz ist in Tenneck bei Werfen im Pongau
- 35 Mitarbeiter:innen
- KMU
- Abbau, Recycling und Rückgewinnung von Rohstoffen wie Beton, Sand, Kies oder Steine
- ehrensberger-steine.at
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