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28. November 2022

Gesünderer Lebensstil durch digitale Hilfsmittel

Das Ludwig Boltzmann Institut für digitale Gesundheit und Prävention in Salzburg feiert dreijährigen Geburtstag.

Anlässlich des dreijährigen Bestehens des Ludwig Boltzmann Instituts für digitale Gesundheit und Prävention (LBI-DHP) hat am Montag ein Pressegespräch in Salzburg stattgefunden. Vertreter:innen des Instituts, aus der Landespolitik, der Wissenschaft sowie der Ludwig Boltzmann Gesellschaft ließen die letzten drei Jahre Revue passieren und gaben einen Ausblick auf die zukünftige Arbeit am Forschungsstandort.

„Mit der Errichtung des Ludwig Boltzmann Instituts vor drei Jahren hat die Wissenschafts- und Innovationsstrategie 2025 (WISS 2025) einen großen Meilenstein erreicht. Der Forschungsstandort Salzburg profitiert von solchen exzellenten Instituten und zeigt gleichzeitig, dass Life Sciences eines der Stärkefelder von Salzburg ist“, so Walter Haas von Innovation Salzburg, Netzwerkpartner des LBI-DHPs.

Die Salzburger Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf ergänzt: „Ein derart renommiertes Institut in Salzburg anzusiedeln, ist eine Auszeichnung für den Life Sciences Standort Salzburg und die seit Jahren geleistete Forschungsarbeit, die damit auch eine hohe Anerkennung findet. Salzburg braucht solch sichtbare Einrichtungen und Kompetenzen, um als Forschungsstandort sein Profil zu schärfen, wahrgenommen zu werden, und letztlich auch Fachkräfte und Investitionen attraktiv zu sein.“

Mitgestaltung neuer digitaler Möglichkeiten zum Wohle der Patient:innen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind unverändert die häufigste Todesursache weltweit und auch in Österreich für die meisten Todesfälle verantwortlich. „Obwohl viele Herzkreislaufpatient:innen ihren Lebensstil ändern möchten, gelingt es ihnen meist dennoch nicht, dies nachhaltig zu tun“, so Institutsleiter Josef Niebauer. Das LBI-DHP, welches am Universitätsinstitut für Sportmedizin des Uniklinikums Salzburg angesiedelt ist, hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, eine bessere Nachhaltigkeit von Lebensstiländerungen zu erreichen.  „Durch unsere Forschung besteht Hoffnung, dass Patient:innen mittels digitaler Technologien, wie zum Beispiel Unterstützung der Übungsprogramme via App, gemeinsame Entscheidungsfindung mit Gesundheitsexpert:innen und objektiver Erfassung des tatsächlichen Verhaltenswandels dauerhafte Veränderungen beibehalten“, erläutert der Institutsleiter weiter.

Das LBI ist zum Beispiel Projektpartner im Projekt Connect2Move, in dem ein digitaler Check ausgearbeitet wird, mit dem Wandernde Routen passend zu ihrer Fitness finden können. Außerdem entwickelt das LBI aktuell eine App, mit der unter Aufsicht einer Ärztin oder eines Arztes ein individueller Bewegungsplan erstellt wird, der das Herzkreislauf-System stärkt.

Open Innovation in Science als Instrument für den Aufbau erfolgreicher Institute

Schon bei der Gründung des LBI-DHP wurde stark auf Open Innovation in Science Methoden gesetzt. Dabei wird die Bevölkerung aktiv eingebunden, was auch zur Annäherung von Gesellschaft und Wissenschaft beitragen kann. Außerdem erfahren die Forscher:innen mehr über aktuelle gesellschaftlich relevante Themen.

Open Innovation in Science ermöglicht dem Institut vor allem auch Patienten:innen mit Herzkreislauf-Erkrankungen einzubeziehen, wodurch auch der Zugang zu Patient:innendaten erleichtert wird. Das ist ein zentraler Punkt für das LBI-DHP, da die innovativen Arbeiten des Instituts vor allem auch auf die Bereitstellung von Daten angewiesen sind.

Blick in die Zukunft

Die Laufzeit des Ludwig Boltzmann Instituts endet im Jahr 2026. Dennoch sind das LBI und auch das starke Partnernetzwerk, darunter Innovation Salzburg, die Paracelsus Medizinische Privatuniversität, die FH Salzburg, die Paris Lodron Universität, die Salzburg Research Forschungsgesellschaft und das Land Salzburg, überzeugt, dass das Institut unter anderem Namen und in veränderter Form erfolgreich weitergeführt werden kann.

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