{"id":6580,"date":"2022-08-31T13:29:10","date_gmt":"2022-08-31T11:29:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/presse-artikel\/forum-alpbach-biooekonomie-und-kreislaufwirtschaft-presseaussendung\/"},"modified":"2024-04-03T12:06:57","modified_gmt":"2024-04-03T10:06:57","slug":"forum-alpbach-biooekonomie-und-kreislaufwirtschaft-presseaussendung","status":"publish","type":"cpt_press","link":"https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/en\/presse-artikel\/forum-alpbach-biooekonomie-und-kreislaufwirtschaft-presseaussendung\/","title":{"rendered":"Forum Alpbach: Bio\u00f6konomie und Kreislaufwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Schlagworte wie Kreislaufwirtschaft und Bio\u00f6konomie sind aktuell in aller Munde \u2013 nicht zuletzt, weil sich Unternehmen jeder Gr\u00f6\u00dfe und Branche damit auseinandersetzen m\u00fcssen. Selbst Betriebe, die sich entlang der Wertsch\u00f6pfungskette Holz positionieren, m\u00fcssen neue Konzepte entwickeln, wie der nachhaltige Roh- und Werkstoff Holz noch l\u00e4nger im Kreislauf gef\u00fchrt werden kann. \u201eJe mehr Verwendungsstationen wir f\u00fcr verbautes Holz finden und je mehr biobasierte Reststoffe aus der Produktion in eine langfristige Nutzung gelangen, desto mehr CO2 wird gebunden\u201c, erkl\u00e4rt Martin Greimel von der BOKU. Aber auch das Erarbeiten von L\u00f6sungen, um Holz in komplett neue Anwendungen \u2013 wie in die Mobilit\u00e4t \u2013 zu bringen, wird bei der Erreichung unserer Klimaziele zur Notwendigkeit. Im Rahmen der gemeinsamen Initiative \u201e Bioeconomy Austria\u201c konnten Innovation Salzburg, Holzcluster Steiermark, und BioBASE beim Forum Alpbach das Publikum davon \u00fcberzeugen, welche L\u00f6sungsans\u00e4tze es bereits in \u00d6sterreich gibt und welche Visionen aktuell in der Forschung verfolgt werden.<\/strong><\/p>\n<h4>Der Kampf um Ressourcen macht zyklisches Denken notwendig<\/h4>\n<p>Die Verwendung von Holz l\u00e4sst sich sehr gut nachhaltig gestalten &#8211; aufgrund der endlichen Ressourcenverf\u00fcgbarkeit wird es aber notwendig, Konzepte zu finden, um auch diesen Rohstoff l\u00e4ngerfristig im Kreislauf zu f\u00fchren. \u201eDie verf\u00fcgbare Biomasse aus dem Wald bietet Potential, das genutzt werden kann und muss. Wir m\u00fcssen die Bio\u00f6konomie in die Praxis bringen\u201c, erkl\u00e4rt Sonja Geier von der Hochschule Luzern bei Ihrer Keynote. Damit Bio\u00f6konomie aber auch angreifbar werden kann, braucht es eine umfangreiche Basis, die schon in der Ausbildung der Fachkr\u00e4fte ihren Ursprung hat. \u201eWenn das wissenschaftliche Arbeiten in der Ausbildung eng mit der Wirtschaft verzahnt ist, erkennt man nicht nur kommende Trends, sondern steigert auch die Toleranz in der Umsetzung neuer Konzepte\u201c, stellt Alexander Petutschnigg von der FH Salzburg klar.<\/p>\n<p>Ein konkretes Beispiel f\u00fcr eine erfolgreiche \u00dcberf\u00fchrung von der Wissenschaft in die Industrie liefert Bernhard Lienbacher mit seiner Firma \u201eBarkinsulation\u201c. Er hat sich die Isolationswirkung von Rinde zu Nutze gemacht und unteranderem eine D\u00e4mmung f\u00fcr H\u00e4user entwickelt. Damit bringt er nicht nur bisher wenig genutzte Biomasse in Form der Rinde in den Wertstoffkreislauf, sondern generiert regional neue Wertsch\u00f6pfung sowie Arbeitskr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Mit Michael Kunz von der Metadynea war auch ein Vertreter der chemischen Industrie Teil des Panels in Alpbach. Der Grund liegt f\u00fcr ihn auf der Hand, \u201edie chemische Industrie funktioniert als Enabler, um den verarbeiteten Rohstoff Holz \u00fcberhaupt erst bio\u00f6konomisch und kreislauff\u00e4hig zu machen. Wir sehen uns in Zukunft auch als Bio-Leim-Anbieter.\u201c<\/p>\n<p>Auch die Salzburg AG sucht als Energieanbieter nach neuen L\u00f6sungen, um der Energiekrise sowie dem Klimawandel Antworten entgegenzusetzen. \u201eEs herrscht ein Kampf um Ressourcen und nutzbarer Biomasse. Es gibt im Moment keine Biomasse, die weggeworfen wird. Wir m\u00fcssen eine kaskadische Nutzung forcieren und die Wertsch\u00f6pfung durch beste Technologien weiter steigern\u201c, erkl\u00e4rt die Vorst\u00e4ndin Brigitte Bach.<\/p>\n<h4>Neue Gesch\u00e4ftsfelder f\u00fcr Firmen und Chancen f\u00fcr Holz in der Mobilit\u00e4t<\/h4>\n<p>Es braucht spannende wissenschaftliche Fragestellungen und vision\u00e4re Unternehmen, die diese unterst\u00fctzen \u2013 darin sind sich Horst Bischof, Vizerektor der TU Graz und Martin Karner, CEO von Weitzer Woodsolutions, am Podium einig. Karner f\u00fcgt hinzu: \u201eUnser Zugang ist es Holz dorthin zu bringen, wo es schon einmal war. Es hat bereits Autos oder Flugzeuge aus Holz gegeben. Unser Ziel ist es, diesen Weg wieder aufleben zu lassen.\u201c Aus der urspr\u00fcnglichen Fragestellung \u201eWelche Anwendung Holz im Auto finden kann\u201c, entstanden im vergangenen Jahrzehnt wissenschaftlich fundierte Daten, die es m\u00f6glich machen Holzbauteile digital zu simulieren. \u201eDie entwickelten Holz-Hybrid-Bauteile sind damit nicht nur in der Simulation konkurrenzf\u00e4hig im Vergleich zu herk\u00f6mmlichen Bauteilen, sondern halten in den realen Tests, was sie versprechen\u201c, erkl\u00e4rt Thomas Krenke vom Innovationszentrum W.E.I.Z, das ma\u00dfgeblich an diesem Weg mit F&amp;E-Projekten wie WoodC.A.R. oder CARpenTiER beteiligt ist.<\/p>\n<p>Aber auch die Unternehmen der Mobilit\u00e4tsbranche werden auf den Werkstoff aufmerksam und erforschen, welche Anwendungen m\u00f6glich sind. \u201eMit dem neu entwickelten Hochgeschwindigkeitszug haben wir es durch neue Wege und neue Technologien geschafft, zwischen 35% weniger Energie zu verbrauchen. Dadurch wird ersichtlich das neue Technologien, neue Denkans\u00e4tze und eine konsequente Umsetzung zu erheblichen Mehrwerten f\u00fchren kann. Das Thema Holz ist genau ein solcher innovativer Ansatz. Diese Technologie kann eine L\u00f6sung f\u00fcr die aktuellen Herausforderungen wie Leichtbauanforderungen, Reduktion C02-Emissionen, kurze Lieferwege und regionaler Wertsch\u00f6pfungsketten bieten\u201c, erkl\u00e4rt Innovationsmanager Alexander Prix der Siemens Mobility. Auch die BMW Group besch\u00e4ftigt sich mit dem Thema und r\u00fcckt das Recycling in den Mittelpunkt. \u201eBei dem Design for Recycling haben wir von hinten angefangen und uns die Frage gestellt, wie k\u00f6nnen wir die Bauteile so bauen, dass sie zerlegbar und in einer zweiten Verwendung auch noch nutzbar sind\u201c, beschreibt Stefan K\u00f6nsgen von der BMW Group. Zudem erg\u00e4nzt er \u201ebiobasiertes Material schafft das Potenzial, den CO2-Fu\u00dfabdruck zu reduzieren und die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Rohstoffen zu verringern. Damit kann auch ein Wert erzielt werden, der CO2 negativ ist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie Grundgedanken des Forum Alpbach und \u201aBioeconomy Austria\u2018 weisen einige Parallelen auf. Beide m\u00f6chten Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zusammenbringen und sich so f\u00fcr ein nachhaltigeres \u201aNew Europe\u2018 \u2013 wie das Motto des diesj\u00e4hrigen Forums zeigt \u2013 einsetzen\u201c, zeigen sich Werner Balika von Innovation Salzburg, Christian Tippelreither vom Holzcluster Steiermark und Thomas Timmer von BioBASE zufrieden.<\/p>\n<h4>Zu Bioeconomy Austria<\/h4>\n<p>Der Netzwerkaufbau im Projekt \u201eBioeconomy Austria\u201c findet im Auftrag des \u00d6sterreichischen Waldfonds statt. Das Netzwerk steht allen interessierten Organisationen offen. Initialpartner des Netzwerks sind ecoplus. Nieder\u00f6sterreichs Wirtschaftsagentur (Projektleitung), Business Upper Austria, Innovation Salzburg, Holzcluster Steiermark, proHolz Tirol, \u00d6sterreichische Energieagentur, Zentrum f\u00fcr Bio\u00f6konomie an der Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur Wien, BioBASE, Umweltbundesamt sowie das \u00d6kosoziales Forum \u00d6sterreich &amp; Europa. Weitere Informationen unter: <a class=\"external\" title=\"Website Bioeconomy Austria\" href=\"http:\/\/www.bioeconomy-austria.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.bioeconomy-austria.at<\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_2325\" aria-describedby=\"caption-attachment-2325\" style=\"width: 1048px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2325\" src=\"https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/20220826_085923279_iOS-1048x699.jpg\" alt=\"20220826_085923279_iOS\" width=\"1048\" height=\"699\" srcset=\"https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/20220826_085923279_iOS-1048x699.jpg 1048w, https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/20220826_085923279_iOS-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/20220826_085923279_iOS-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/20220826_085923279_iOS-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/20220826_085923279_iOS-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/20220826_085923279_iOS-640x427.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 1048px) 100vw, 1048px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2325\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Holzcluster Steiermark\/Schmid<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hausd\u00e4mmungen aus Holzrinde, biobasierte Leime und Holz-Hybrid-Bauteile f\u00fcr die Mobilit\u00e4tsbranche \u2013 Visionen und reale L\u00f6sungen f\u00fcr eine gelebte Bio\u00f6konomie begeisterten das Publikum beim ersten offiziellen Auftritt des \u00f6sterreichweiten Netzwerks \u201eBioeconomy Austria\u201c im Rahmen des j\u00e4hrlichen Forum Alpbach in den Tiroler Bergen. Ein neues Zeitalter des nachhaltigen Denkens wird eingel\u00e4utet. <\/p>\n","protected":false},"featured_media":5954,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-6580","cpt_press","type-cpt_press","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/cpt_press\/6580","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/cpt_press"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/cpt_press"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5954"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6580"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}