{"id":21354,"date":"2025-11-05T14:41:19","date_gmt":"2025-11-05T13:41:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/?post_type=cpt_press&#038;p=21354"},"modified":"2025-11-26T18:00:49","modified_gmt":"2025-11-26T17:00:49","slug":"wasserstoff-salzburg","status":"publish","type":"cpt_press","link":"https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/en\/presse-artikel\/wasserstoff-salzburg\/","title":{"rendered":"Wasserstoff \u2013 Schl\u00fcsseltechnologie f\u00fcr die Energiewende und Standortchance f\u00fcr Salzburg"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_21357\" aria-describedby=\"caption-attachment-21357\" style=\"width: 5000px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-21357\" src=\"https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Gruppenfoto-Roundtable-Wasserstoff-251104_print.jpg\" alt=\"Gruppenfoto-Roundtable-Wasserstoff-251104_print\" width=\"5000\" height=\"3333\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-21357\" class=\"wp-caption-text\">v. l.: Martin Zerta (Ludwig-B\u00f6lkow-Systemtechnik), Lukas Fuchs (Liebherr-Werk), Daniel Keller (Hyundai Hydrogen Mobility), Lars Holstein (Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice), Irene Schulte (IV Salzburg), Alexander Alexander Petutschnigg (FH Salzburg), Werner Balika (Innovation Salzburg), Foto: Franz Neumayr 04.11.2025<\/figcaption><\/figure>\n<hr \/>\n<p><strong><em>Am 4. November wurde an der FH Salzburg in Kuchl erstmals eine vollst\u00e4ndige Wasserstoff-Wertsch\u00f6pfungskette im Kleinen aufgebaut und beim Roundtable Wasserstoff demonstriert. Dazu geh\u00f6rten Infrastruktur wie der Elektrolyseur (zur Herstellung von Wasserstoff) und eine Tankstelle sowie H2-Fahrzeuge. <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Wasserstoff ist ein zentraler Baustein f\u00fcr ein klimaneutrales Energiesystem, insbesondere dort, wo Elektrifizierung an Grenzen st\u00f6\u00dft \u2013 etwa in der Industrie, im Schwertransport oder bei saisonaler Energiespeicherung. Gr\u00fcner Wasserstoff aus erneuerbarem Strom kann fossile Brennstoffe ersetzen und CO<sub>2<\/sub>-Emissionen deutlich reduzieren.<\/p>\n<h3>Salzburg als Wasserstoffregion<\/h3>\n<p>\u00d6sterreich verf\u00fcgt \u00fcber eine solide Basis aus Forschung, Pilotprojekten und einer nationalen Wasserstoffstrategie. Salzburg bringt zus\u00e4tzlich starke Logistik- und Industrieunternehmen, energiewirtschaftliche Kompetenz und eine enge Zusammenarbeit mit Bayern ein \u2013 einer der f\u00fchrenden Wasserstoffregionen Deutschlands. Expert:innen aus allen Bereichen haben sich am 4.11. beim Roundtable Wasserstoff getroffen und die Wertsch\u00f6pfungskette, Herausforderungen und Chancen genauer beleuchtet. Der Demonstrationsaufbau hat dabei den Stand der Technik verdeutlicht.<\/p>\n<p><strong>Landeshauptmann-Stellvertreter Stefan Schn\u00f6ll<\/strong> ist \u00fcberzeugt: \u201eEs ist wichtig, dass wir uns Innovationen nicht verschlie\u00dfen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Darum ist entscheidend, dass wir fr\u00fch Erfahrungen sammeln und regionale L\u00f6sungen umsetzen k\u00f6nnen. So schaffen wir Klimaschutz und Arbeitspl\u00e4tze gleichzeitig.\u201c<\/p>\n<h3>H2-Initiative Salzburg\u2013Bayern<\/h3>\n<p>Innovation Salzburg koordiniert das Thema Wasserstoff im Bundesland, vernetzt zentrale Akteur:innen und initiiert Projekte. Eines davon ist die H2-Initiative mit Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice, Salzburg AG und Energie S\u00fcdbayern. Ziel ist der Aufbau eines regionalen Wasserstoff-\u00d6kosystems mit wirtschaftlich realisierbaren Anwendungen bis 2035. <strong>Werner Balika, Leiter Technologie- und Clusterprogramme bei Innovation Salzburg<\/strong>, betont die n\u00f6tige Vernetzung: \u201eWasserstoff entsteht nicht im Alleingang. Wir bringen Wirtschaft, Forschung und Politik an einen Tisch und entwickeln gemeinsam Projekte. Die Euregio hat alle Voraussetzungen: Kompetenz, starke Betriebe und den gemeinsamen Willen zur Umsetzung.\u201c Auch <strong>Lars Holstein, Prokurist des Projektpartners Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice<\/strong> ist von einer l\u00e4nder\u00fcberreifenden Zusammenarbeit \u00fcberzeugt: \u201eDie Wasserstoffwirtschaft macht nicht an Landesgrenzen halt. Durch die Zusammenarbeit b\u00fcndeln wir Know-how und Infrastruktur und bringen L\u00f6sungen schneller in die Anwendung. Wie bei der heutigen Veranstaltungen bringen wir daf\u00fcr Expert:innen aus beiden Regionen an einen Tisch.\u201c<\/p>\n<h3>Forschung, Qualifizierung und Praxis<\/h3>\n<p>Ein wichtiger Baustein ist der neue Labor-Elektrolyseur in Kuchl \u2013 eine Anlage, in der Wasser mithilfe von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten wird. Dieser wurde am 4.11. bei dem Demonstrationsaufbau erstmals in Betrieb genommen. So kann gr\u00fcner Wasserstoff direkt vor Ort erzeugt und f\u00fcr Forschung, Ausbildung und erste Praxisanwendungen genutzt werden. \u201eWir schaffen damit eine moderne Lern- und Forschungsumgebung\u201c, freut sich <strong>Alexander Petutschnigg, Departmentleiter Design &amp; Green Engineering an der FH Salzburg<\/strong>. \u201eStudierende erleben Wasserstofftechnologie nah an der Praxis und werden zu Fachkr\u00e4ften f\u00fcr die Energiewende.\u201c<\/p>\n<h3>Industrie als Treiberin<\/h3>\n<p>Elektrolyseure, Tanksysteme und erste Anwendungen in Industrie und Schwerverkehr funktionieren bereits, wie in Kuchl zu sehen war. Herausforderungen gibt es jedoch noch, dazu geh\u00f6rt auch die Infrastruktur: \u201eF\u00fcr die Industrie ist Wasserstoff kein Trend, sondern ein strategischer Faktor,\u201c betont die <strong>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Industriellenvereinigung Salzburg Irene Schulte<\/strong>. \u201eWer heute Entwicklungen testet, hat morgen Standortvorteile. Salzburg kann vorne mitspielen, wenn wir Infrastruktur und Know-how weiterentwickeln. Salzburg muss daher jedenfalls an das Wasserstoff-Kernnetz \u00d6sterreichs angeschlossen werden.\u201c<\/p>\n<p>Bei Liebherr, dem f\u00fchrenden Baumaschinenhersteller aus Bischofshofen, treibt man die Entwicklungen voran. Noch fehlt es jedoch an marktreifen L\u00f6sungen wie bei der Umstellung von schweren Baumaschinen auf nachhaltige Antriebstechnologie. Wasserstoffantrieb im Radlader ist dabei ein wichtiger Ansatz und hat gro\u00dfes Potenzial: \u201eNeben der Wirkung f\u00fcr den Klimaschutz erm\u00f6glicht es diese Technologie, ein hohes Ma\u00df an Wertsch\u00f6pfung und technologischem Know-how in Westeuropa zu halten. Sie st\u00e4rkt die Resilienz in den Lieferketten und bietet damit strategische Vorteile\u201c, erkl\u00e4rt <strong>Herbert Pfab, technischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH<\/strong>.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Salzburg und Bayern zeigen: Wasserstoff wird hier nicht nur diskutiert, sondern gemeinsam erprobt und umgesetzt. Die Region demonstriert konkrete Anwendungen, baut Kompetenzen auf und entwickelt systematisch ein regionales Wasserstoff-\u00d6kosystem. Zukunftstechnologien entstehen dort am st\u00e4rksten, wo Grenzen zu Br\u00fccken werden \u2013 und wo Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam handeln.<\/p>\n<h3>Infos zur H2-Initiative<\/h3>\n<p>Die vom EU-Programm Interreg Bayern\u2013\u00d6sterreich gef\u00f6rderte <a href=\"https:\/\/www.innovation-salzburg.at\/projekt\/h2-initiative\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">H2-Initiative<\/a> baut ein grenz\u00fcberschreitendes Wasserstoff-\u00d6kosystem in der Euregio auf. Ziel ist der offene Austausch zwischen Wirtschaft, Energieversorgern, Beh\u00f6rden und Forschung, um sich fr\u00fch auf die Energie- und Industrietransformation einzustellen und neue Gesch\u00e4ftsfelder zu entwickeln. Gemeinsam entstehen wirtschaftlich umsetzbare Anwendungen f\u00fcr Mobilit\u00e4t, Industrie und Versorgung sowie eine regionale H2-Wertsch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>Partner:<\/p>\n<ul>\n<li>Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice (DE)<\/li>\n<li>Innovation Salzburg (AT)<\/li>\n<li>Salzburg AG (AT)<\/li>\n<li>Energie S\u00fcdbayern (DE)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 4. November wurde an der FH Salzburg in Kuchl erstmals eine vollst\u00e4ndige Wasserstoff-Wertsch\u00f6pfungskette im Kleinen aufgebaut und beim Roundtable Wasserstoff demonstriert. 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